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Der wissenschaftliche Blick hinter Lernprobleme

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Hirnfunktionen

Sinnesverarbeitung

Schema-Zeichnung: Schulische Fertigkeiten erfordern intakte Wahrnehmung und Sinnesverarbeitung

Den meisten ist nicht bewusst, dass der größte Teil des Seh- und Hörprozesses nicht im Auge bzw. Ohr stattfindet, sondern im Gehirn. Was wir hören und sehen ist nicht das, was die Ohren und Augen aufgenommen haben.

Deswegen reicht es nicht, bei Verdacht auf Seh- oder Hörprobleme nur die Sinnesorgane und den Seh- oder Hörnerv zu prüfen, denn damit bleibt der größte Teil des Systems ungeprüft!

Lesen Sie weiter: Sinnesverarbeitung.

Blicksteuerung

Wir unterliegen der Täuschung, wir könnten ein großes Gesichtsfeld auf einen Blick wahrnehmen. Tatsächlich können unsere Augen jeweils nur einen winzigen Ausschnitt scharf sehen. Dieser entspricht etwa der Größe des Daumennagels am ausgestreckten Arm. Alles außerhalb dieser Fläche sehen wir nur unscharf.

Das Gehirn setzt unser empfundenes viel größeres geistiges Bild der Welt aus vielen Einzelbildern zusammen.

Dazu machen wir ständig ca. 3-5 Blicksprünge pro Sekunde. Die Augenmuskeln sind die am häufigsten benutzen Muskeln des Menschen! Die meisten Blicksprünge steuern wir nicht bewusst, wir nehmen sie noch nicht einmal bewusst wahr, das geschieht "automatisch".

Diese ca. 200.000 Blicksprünge pro Tag dürfen nicht irgendwie zufällig erfolgen, sondern müssen planvoll gesteuert sein, auf Basis des zuvor gesehenen. Besonders große Anforderungen an diese Steuerung stellt das Lesen.

Lesen Sie weiter: Bedeutung der Blicksteuerung beim Lesen

Simultanerfassung

Offensichtlich werden im Gehirn die von den Augen gelieferten Bilder unbewusst die Anzahl von Objekten erfasst, ohne dass wir diese bewusst "eins - zwei - drei" abzählen müssen.

Lesen Sie weiter: Simultanerfassung und Rechenschwäche

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