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Wahrnehmungsfunktionen im Vorschulalter
Projekt der Blicklabore in Deutschland

Hintergrund: Kinder und Jugendliche mit Problemen bei der Erlernung schulischer Fertigkeiten (Legasthenie, Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizit, allgemeine Lernprobleme) haben in bis zu 80% der Fälle (abhängig vom Alter) mit Wahrnehmungsproblemen verschiedener Art zu kämpfen. Auch bei intakten Sinnesorganen, die bei fachärztlicher Untersuchung als gesund erkannt werden, können die Sinnesleistungen unvollständig, fehlerhaft oder unzuverlässig sein.

Denn: Wir hören nicht mit den Ohren und sehen nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn. Die bewussten Wahrnehmungen kommen erst durch eine komplexe Verarbeitung der Sinnesmeldungen im Gehirn zustande.

In den letzten 20 Jahren hat die Hirnforschung diese Verarbeitungsschritte besser erforscht. Darauf aufbauend wurden diagnostische und therapeutische Verfahren entwickelt und erfolgreich eingesetzt, die heute der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Allerdings zunächst nur für Schüler ab einem Alter von 7 Jahren.

Natürlich entsteht die Frage, ob man nicht schon im Vorschulalter Entwicklungsrückstände erkennen und gegebenenfalls behandeln kann. Dazu hat das Freiburger Blicklabor nun ein Projekt mit genau diesem Ziel gestartet.

Vorgehen: Einsatz der bekannten diagnostischen Verfahren in einer für Vorschulkinder geeigneten leichten Form. Sammlung der Daten von neurologisch und psychiatrisch gesunden Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren. Erstellung der Werteverteilungen für die verschiedenen Altersgruppen (Erfahrungswert: 20-30 Kinder pro Jahrgang). Die Daten der 7-jährigen Kinder sollen benutzt werden, um zu zeigen, welcher Stand im 2. Schuljahr erreicht sein sollte.

Ziel: Einordnen der Daten einzelner Vorschulkinder in die zu erstellende Normdatei der betreffenden Altergruppe mittels Prozentrang. Damit kann für jedes Kind herausgefunden werden, wo es in seiner Altersgruppe steht. Anhand dieser Klassifikation können die Eltern entsprechend beraten werden und gegebenenfalls ein Training der betreffenden Wahrnehmungsfunktion einleiten, so dass das Kind mit verbesserten, möglichst altersgerechten (oder sogar besseren) Voraussetzungen in die Schule starten kann.

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